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Die Route
Die Reiseroute steht schnell fest. Für
eine Saudiarabiendurchquerung mit dem Fahrrad werde ich nie
ein Visum bekommen, also fahre ich auf der anderen Seite des Roten
Meeres zurück.
Von Mokka (Jemen) soll es mit einem Boot
hinüber nach Djibouti gehen. Nächste Ziel:
Äthiopien. Hier wird es wohl etwas hügelig werden.
Addis Abeba wollte ich zuerst umfahren, nun muss ich aber doch in die
Hauptstadt, da ich das Visum für den Sudan nicht im Jemen
bekommen habe. Von dort aus soll es dann in den Sudan gehen. In der
Hoffnung, dass sich die politische Lage stabilisiert und ich mein Visum
bekommen habe, geht es über Khartoum (muss dort das
ägyptische Visum besorgen) streckenweise am Nil entlang nach
Ägypten.

Hier
will ich die Hauptstadt Kairo unbedingt meiden. Über den Sinai
soll es nach Jordanien gehen. Anschließend folgt
Syrien und ein kurzer Abstecher in den Libanon. In der Türkei
wird wohl die Radtour enden.

Ich habe nur drei-einhalb Monate Zeit und
außerdem wird das Wetter im Januar ab der Türkei
nicht mehr fahrradfreundlich sein.
Das Ganze natürlich alles ohne
Gewähr oder besser inshah-allah.
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Nachtrag 16.11.2004
Mein
Fahrrad
An
dieser Stelle will ich nicht jede einzelne Speiche beschreiben, aber
drei Ungewöhnlichkeiten an meinem Fahrrad möchte ich
doch dem interessierten Reiseradler nicht vorenthalten.

Packtaschenhalter
an der Schwinge
Ich
habe keine Wahl, mein Reiserad ist ein reines Mountainbike, ein
Cannondale-Fully. Somit lässt der Rahmen, so wie er ist, keine
Montage eines hinteren Gepäckträgers zu. Also
schweißte ich einen kleinen Hilfsträger, den ich mit
Schlauchschellen an der Schwinge befestigte und der nun einen
handelsüblichen Träger aufnehmen kann. Wie gesagt,
der Gepäckträger ist an der Schwinge befestigt und
nicht am Rahmen. Zwar wippt das Gepäck nun ein wenig mit, doch
dafür ist die Konstruktion sehr stabil und hat den
tiefstmöglichen Schwerpunkt. Während der Fahrt ist
von der Gepäckbewegung übrigens gar nichts zu
spüren.

Rennrad-STI-Griffe
mit MTB-Schaltung/Bremse
Auf
langen Strecken brauche ich meinen beliebten Rennlenker. Zu 90% fahre
ich in Rennposition, also Hände auf den Griffen. Deshalb baute
ich mir STI-Schalt/Bremsgriffe und einen Rennlenker ans Mountainbike.
LX-Umwerfer/Schaltwerk und V-Brake habe ich belassen.
-
Ja, geht das denn? Es geht - mit Einschränkungen. Zum einen
ist
der Druckpunkt beim Bremsen etwas weicher (Hebelweg ist länger
-
reicht aber aus) und es fehlen die Justierschrauben von
Umwerfer
und Bremsen. Die Einstellung erfolgt so nur über die Klemmung.
Das
ist etwas knifflig, aber bisher (nach 2.200 km) brauchte ich nicht
nachjustieren. Das Schaltwerk hinten besitzt natürlich nach
wie
vor die Vorspannschraube für den Bowdenzug. Mit etwas mehr
Zeit
und Hilfsmitteln lässt sich dieses Manko aber sicher beheben.

Trinkflaschenhalter
Warum
müssen Trinkflaschen beim Reiserad eigentlich immer in Reihe
hintereinander angeordnet sein? Und dann noch an Stellen, an die man
während der Fahrt so oder so nicht drankommt. Warum nicht
parallel nebeneinander? Aerodynamik ist angesichts der prallen
Packtaschen kein Argument. Hier also meine Lösung:

3 x
0,8 l Flaschen parallel, alle während der Fahrt
greifbar/austauschbar. Selbst im Wiegetritt oder bei extremen
Lenkereinschlag stören sie nicht.
Zwei
große Schlauchschellen halten die drei Halter am Rahmen.
Khartoum,
16.11.2004
nach
2.200 km
Jemen
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