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Mokka (2.Tag)
Der
Deckenventilator dreht klappernd und
quietschend seine Runden. Kleine Fliegen sirren mir ums Gesicht. Gerade
ist die Sonne aufgegangen, aber ich bin schon lange wach. Mich
quälen ein Ganzkörpermuskelkater, zwei taube Zehen
und Blasen
an den Händen. Aber ich habe es geschafft: Ich bin in Mokka
angekommen. Meine letzte Station im Jemen.
Gestern noch war ich mir nicht so sicher, ob ich Mokka je erreichen
sollte. Zuerst war die Strecke noch sehr reizvoll: Von Taiz ging es
durch die sanften Tihamahügel hinunter auf
Meeresspiegelniveau.
Doch die letzten Kilometer hatten es dann in sich. Bei zuerst
stechender Sonne und 43 Grad ging es schnurgerade durch schattenlose
Steppe. Dann setzte 30 km vor Mokka der Sandsturm ein. Sand peitschte
mir ins Gesicht. Man konnte keine 20 Meter weit sehen. Dennoch
strampelte ich zuerst ehrgeizig mit aller Kraft gegen den Wind an. Die
Pausen wurden immer häufiger und länger. Immer wieder
ließen mich starke Böen straucheln, so dass ich
schließlich ganz absteigen musste. Schiebend erreichte ich
durstig und
entnervt nach vier Stunden (für 30 Kilometer) die ersten
Häuser von Mokka.
Morgen soll bereits ein Schiff nach Djibouti gehen.
Nachtrag: Aus Morgen ist
inzwischen Übermorgen geworden - inshah-allah
Djibouti
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