Tauchen im Jemen

 

Jemens Küsten sind lang. Trotzdem gibt es nur sehr wenige gute Divespots. Das liegt unter anderem daran, dass sich keiner wirklich auskennt. Zwar behaupten alle befragten und unbefragten Jemeniten sie wissen bestens Bescheid, doch in Wirklichkeit hat kaum einer jemals einen lebendigen Fisch im Wasser gesehen. Jemens Unterwasserwelt ist also im Prinzip unerforscht.

Wer es dennoch versuchen will, sollte sowohl tauch- als auch jemenerfahren sein. Vieles muss spontan organisiert werden, und vieles läuft dann trotzdem schief. Aber was sage ich - wer nicht improvisieren kann, ist sowieso falsch im Jemen :-)

Neben einer sporadisch besetzten Tauchbasis in Al-Mukalla bietet sich nur die Möglichkeit bei Wolfgang auf Kamaran zu tauchen. 

 

Kamaran ist eine Insel vor der Küste von Hodaida, die eigentlich nur aus Muschelschutt besteht. Kein Baum, kein Strauch. Dennoch gibt es ein Dorf auf der Insel, indem einige hundert Menschen leben (wie eigentlich?), und etwas abseits davon ein kleines Stohhüttencamp. Hier hat Wolfgang sich eine Tauchbasis errichtet, und von hier starten wir so oft wie möglich unsere Erkundungstauchgänge. Mehr darüber gibt es auf Wolfgangs Homepage.

 

Die Wassertemperatur hier im Roten Meer liegt zwischen 28 Grad im Winter und 33 Grad im Sommer. Also, 3mm Neopren im Winter und Shorty, wenn überhaupt, im Sommer, reichen völlig aus. Im Sommer ist zwar generell die Sicht besser als im planktonreichem Winter, dafür ist es aber Überwasser unerträglich heiß. Und wie gesagt, 33 Grad warmes Wasser ist dann keine wirkliche Erfrischung.

 

Alles in allem: Tauchen im Jemen ist möglich, aber nicht einfach.

 

 

 

 

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