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Lagerleben
Bereits
nachmittags beginne ich Ausschau nach einem geeigneten Nachtlager zu
halten. Abseits und uneinsehbar von der Straße soll der Platz sein, wobei
ich möglichst nicht mit dem Wagen im Sand stecken bleiben möchte. Nun
baue ich den Beifahrersitz aus und lege meine Matratze aus, während der
Kocher mit dem Kaffeewasser bereits spratzelt. Damit ist auch schon alles
getan. Ich lehne mich mit dem Kaffee in meinem Faltstuhl zurück und genieße
den herrlichen Tag, die Ruhe und später den Sonnenuntergang. Dann raffe
ich mich auf, koche mir eine Kleinigkeit und höre dabei die Nachrichten
der Deutschen Welle von einer weit entfernten, anderen Welt.
Bei
Taschenlampenschein lese ich noch ein Weilchen oder betrachte den Himmel
über der Wüste, genehmige mir einen guten Scotch und freue mich, dass
mich keine Jemeniten, Soldaten und Mücken entdeckt haben.
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