|
Das Ende
Die Ausreise aus dem Oman erfolgt ohne Schwierigkeiten. Ich verabschiede mich freundlich von den Zöllnern und dem schönen Oman. Entspannt gleite ich durch die 10 km Niemandsland und überlege, mit welchen Eindrücken mich mein Jemen wohl begrüßt. Ich spekuliere, ob es vielleicht die vielen Kinder auf den Straßen sein werden, die mich in die Realität zurück holen werden, oder aber qatkauende Männer, die träge am Straßenrand liegen. Doch, ich schätze es werden faulenzende Soldaten mit dicken Qatbacken sein. Wollen mal sehen... Da ist auch schon die Grenze. Ich lasse den Wagen ausrollen und komme vor der geschlossenen Schranke zum Stehen. Ich hupe, doch nichts rührt sich. Dann, nach einiger Zeit kommt ein Soldat aus einem Häuschen – ohne Qatbacke. Fast schon enttäuscht reiche ich ihm meinen Pass und sage ihm, wo ich hin will. „Tut mir leid“, bekomme ich als Antwort zurück, „mein Chef ist zur Zeit nicht da und er ist der einzige, der einen Schlüssel für die Schranke hat.“ Na, super, der Jemen ist abgeschlossen, und der Mann mit dem Schlüssel ist nicht da. Ist das ein schönes Gefühl, wieder zu Hause zu sein.
Nachtrag
Nach einer wunderschönen Fahrt durch das östliche Hadramaut erreiche ich irgendwann wieder Al-Mukalla. Hier mache ich noch einen zweitägigen Tauchstop und fahre anschließend wieder über Aden zurück nach Hause. Am 25. Dezember, nach 7200 km, komme ich wieder wohlbehalten in Ibb an.
|
mehr Bilder (70KB)
|
|
|