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Mit dem Auto in den Oman
Aber um in den Oman zu gelangen, muss man erst einmal den halben Jemen durchqueren. Dass ausgerechnet wieder der Jementeil der Reise der interessanteste sein würde, konnte ich vorher nicht erahnen. Es muss wohl an der Unberechenbarkeit des Jemen liegen, der andere Länder fast langweilig erscheinen lässt .
Mein Plan war folgender: Ich setze mich ins Auto, fahre los und komme nach vielleicht 3.000 km in der omanischen Hauptstadt Maskat an und fahre dann auf möglichst anderem Weg wieder zurück. Drei Wochen sollten reichen. Schlafen wollte ich zwar auch in Hotels, aber hauptsächlich im Auto. Herausforderung war also nicht nur das Land selber, sondern auch die Fahrt. Der Weg war also wieder einmal das Ziel. Informationen über diesen Weg, ob es überhaupt eine Strasse gibt und in welchem Zustand sie ist, waren sehr widersprüchlich. Mit ziemlicher Sicherheit sollte es eine gute Strasse durchs Hadramaut, also durchs Landesinnere des Jemen geben (die auf meinen Karten aber gar nicht, auf anderen wieder nur teilweise eingezeichnet ist). Als Ausgleich dafür, gab es aber laut meiner Karte eine Teerstrasse an der Küste entlang, von der aber kein Jemenite etwas wissen wollte. Die Anzahl der Grenzübergänge schwankte je nach Informationsquelle zwischen eins und drei. Na also, ich hatte schon befürchtet, es könnte langweilig werden. Nachdem ich das Auto für die lange Reise präpariert hatte (Sitze raus – Matratze rein), brach ich zwei Wochen vor Weihnachten zu meiner kleinen Expedition auf.
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